Darstellung Geothermie

Geothermie


Die nahezu unerschöpfliche Ressource Geothermie kann zum Heizen, Kühlen genutzt werden. Wird mittels tiefer Bohrungen der Untergrund erschlossen, kann auch kann Strom erzeugt werden. Der Untergrund kann zudem als Wärmespeicher fungieren.

Geothermie ist grundlastfähig, steht uns also 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr gleichförmig zur Verfügung. Die Technologie ist klimafreundlich, es werden kaum CO2-Emissionen erzeugt und sie ist dezentral einsetzbar.

Der Rohstoff „liegt uns zu Füßen“. Im Gegensatz zu Brennstoff basierten Systemen wie Erdöl oder Erdgas bestehen somit keine Importrisiken oder Abhängigkeiten politischer Natur. Zudem ist man von Preisschwankungen an Weltmärkten unabhängig.

In der Geothermie sind folgende Faktoren entscheidend:

  • Die Wärmeleitfähigkeit: Eigenschaften des Gesteins zur Wärmeübertragung im Untergrund, also die Temperatur.
  • Die Wasserführung: Wie groß und wie vernetzt sind die Wasserdurchlässigkeiten im Untergrund. Darüber hinaus ist es entscheidend, wie  schnell das Grundwasser fließt.
  • Die Dauer des Wärmeentzugs bzw. der -einspeisung.

Oberflächen- und Tiefengeothermie


Mehr als 95% des Erdinnern sind heißer als 1000°C. In der Erde sind also enorme Energiepotentiale vorhanden, die bislang wenig genutzt sind. Gerade einmal die obersten 3km der Erdkruste sind im Durchschnitt kälter als 100°C. Ab ca. 90° C kann Strom erzeugt werden. Die Temperatur im Erdinnern unterliegt in den obersten 15m noch dem Einfluß der Jahreszeiten. Zwischen 15 und 30m ist sie nahezu konstant und danach steigt sie durchschnittlich um 3 Kelvin / 100m.

In der Geothermie wird zwischen Oberflächen- und Tiefengeothermie unterschieden. Die Abgrenzung liegt definitionsgemäß bei 400m und 20°C (PK Tiefe Geothermie des BLA Geo).
Obwohl die Übergänge fließend sind, wird i.d.R. ab 1000m und 60°C von Tiefengeothermie gesprochen.

 

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